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05.07.2018 | Kategorie: News Presse - Zement, News Presse - Unternehmensgruppe

thomas zement unterstützt junge Baustoffingenieure

Absolventen des F.A. Finger-Instituts der Bauhaus-Universität erhalten Förderpreis

Weimar, 05.07.2018 – In diesem Jahr wurde der Förderpreis thomas zement an zwei Absolventen des F.A. Finger-Institutes für Baustoffkunde (FIB) an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar verliehen. Die seit 1999 jährlich verliehene Auszeichnung der thomas zement GmbH & Co. KG ist mit einem Geldpreis verbunden. Jeweils eine herausragende Bachelor- und Masterarbeit konnte die Jury überzeugen und wurde mit einer finanziellen Anerkennung geehrt.

B.Sc. Dominik Bock untersuchte  in seiner ausgezeichneten Bachelor-Thesis die Thematik: „Temperaturverteilung in einem dynamisch beanspruchten Zylinder aus Beton. Messtechnische Aufnahme der Temperaturen und des Wärmeübergangs“.
Herr Bock hat in seinem Versuchsaufbau die Wärmebildung sowie den Wärmetransport durch Leitung und Strahlung an Beton-Prüfzylindern gemessen. Einbetonierte und an der Oberfläche applizierte Temperatursensoren, sowie hochauflösende Wärmebildaufnahmen und Wärmestromplatten lieferten die Informationen. Hierbei wurde deutlich, dass die Temperaturentwicklung ein bedeutender Faktor bei der Vorhersage von Ermüdungslebensdauer von Beton ist.  Die Berücksichtigung von Temperaturentwicklung und deren Einflussnahme auf die Schädigung des Betons ist ein bisher kaum genutztes Potential und bei Nichtbeachtung ein Risiko für die Lebenserwartung von Betonbauwerken, die dynamischen Belastungen ausgesetzt sind.

Die prämierte Master-Thesis von M.Sc. Sarah Fischer trägt den Titel „Untersuchungen zur Herstellung von Calciumsulfat-Fließestrich auf Stuckgipsbasis“. Frau Fischer hat Calciumsulfat-Estriche auf Basis von Stuckgips als Bindemittel hergestellt und untersucht. Unter Zugabe von verschiedenen Zusatzmitteln, die der Kompensation des erhöhten Wasserbedarfs von Stuckgips dienen, konnte eine grundsätzliche Eignung von Stuckgips als Bindemittel für Calciumsulfat-Estriche nachgewiesen werden. Hierbei erfüllt der hergestellte Estrich allen normtechnisch geforderten Eigenschaften und war bspw. in der gleichen Zeit belegreif, wie die Referenzestriche. Auch in Hinblick auf die ökologische Bilanz bietet die Verwendung von Stuckgips eine Verbesserung, da dieser einen geringeren Energieeinsatz zum Brennen und weniger Prozessschritte als vergleichsweise Anhydrit II und Alpha-Halbhydrat benötigt.  Im Ergebnis konnten die Untersuchungen von Frau Fischer zeigen, dass die Verwendung von Calciumsulfat-Fließestrich auf Stuckgipsbasis möglich ist und sich weitere Untersuchungen in diesem Bereich lohnen.

Die Mitglieder der Jury, Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Ludwig, Professur Werkstoffe des Bauens und Leiter der F.A. Finger-Instituts für Baustoffkunde, Dipl.-Ing. Heiko Theuerkauf, Leiter des Kompetenzzentrums von thomas zement sowie Dr.-Ing. Alexander Flohr würdigten die strukturierten Darstellungen der anspruchsvollen und praxisnahen Fachthematiken.

Mit dem Förderpreis prämiert thomas zement seit 1999 hervorragende Abschlussarbeiten von jungen Naturwissenschaftlern auf dem Gebiet der Baustoffforschung, deren Ergebnisse dazu beitragen, die spezifischen Eigenschaften, die Qualität und Ökologie von Baustoffen zu verbessern. Das Unternehmen honoriert die außergewöhnlichen Leistungen der Absolventen, um den Wert der studentischen Forschung für die Wirtschaft hervorzuheben.

Seit mehr als achtzehn Jahren arbeitet thomas zement eng mit der Baustoffforschung und -lehre der Bauhaus-Universität Weimar zusammen. Dazu gehört der Förderpreis thomas zement ebenso wie die Unterstützung des jährlichen Sommerfestes.