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13.07.2017 | Kategorie: News Presse - Zement

dornburger zement unterstützt junge Baustoffingenieure

Absolventen des F.A. Finger-Instituts der Bauhaus-Universität erhalten Förderpreis

v.l.n.r.: Dipl.-Kfm. Eckhardt Thomas, M.Sc. Marcus Assing, M.Sc. Max Patzelt, Dipl.-Ing. Heiko Theuerkauf, B.Sc. Adrian Tutal, Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Ludwig, Dipl.-Ing. Alexander Gypser

Weimar, 13.07.2017 – In diesem Jahr verlieh die dornburger zement GmbH & Co. KG den Förderpreis dornburger zement an vier Absolventen des F.A. Finger-Institutes für Baustoffkunde (FIB) an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar. Zwei Masterarbeiten konnten die Jury überzeugen. Die seit 1999 jährlich verliehene Auszeichnung ist mit einem Geldpreis verbunden. Auch zwei herausragende Bachelorarbeiten wurden mit einer finanziellen Anerkennung geehrt.

M.Sc. Marcus Assing untersuchte eine interdisziplinare Thematik aus den Bereichen kon-struktiver Bau und Baustoffwissenschaft mit dem Titel: „Untersuchung des Einflusses ausgewählter Betonausgangsstoffe auf das Längenausdehnungsverhalten der Betone“. Im Ergebnis konnten die Untersuchungen zeigen, wie wichtig es ist, die Bemessungsgrundlagen für Bauwerke an sich veränderte Bauweisen und zunehmende Erkenntnisse über den Baustoff Beton anzupassen.  Die Berücksichtigung und Auswahl der Zuschläge zur bewussten Einflussnahme auf die Wärmeausdehnung von Bauwerkskörpern ist ein bisher nicht genutztes Potential und bei Nichtbeachtung ein Risiko für die Lebenserwartung von Bauwerken aus Beton.

M.Sc. Max Patzelt behandelte in seiner Abschlussarbeit das Thema „Computergestützte Bildanalyse zur quantitativen Bestimmung von Rissen in Betondünnschliffen“. Bisher erfolgt die Auswertung von Rissbildern an Betondünnschliffen manuell und unterliegt daher einer subjektiven Bewertung. Herr Patzelt schaffte es auf eine breite Probenbasis ein Modell zur Bewertung des Schädigungsgrades mit Bildanalysesoftware anzuwenden. Die entwickelte Vorgehensweise ist ein wichtiger Meilenstein zur objektiven Bewertung von Rissen im Beton und der Klassifizierung des Schädigungsgrades.

Die prämierte Bachelor-Thesis von B.Sc. Adrian Tutal trägt den Titel „Untersuchungen zu grundlegenden Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von polymermodifizierten Sulfathüttenzementbetonen/-mörteln“.  Es konnte nachgewiesen werden, dass die Verarbeitbarkeit durch die Polymermodifikation der Sulfathüttenzement-Betone deutlich verbessert werden konnte. Auch bei den Festigkeitseigenschaften konnten die von herkömmlichen Systemen bekannte Verbesserung der Biegezugfestigkeiten bei gleichzeitiger Verringerung des E – Moduls nachgewiesen werden. Die Ursachen für die abweichend höhere Druckfestigkeit muss in weiteren Untersuchungen geklärt werden bzw. der Nachweis geführt werden, dass die höheren Festigkeiten keinen Nachteil für die Dauerhaftigkeit der sanierten Schadstellen bedeuten.

B.Sc. Mark Schwesinger untersuchte in seiner ausgezeichneten Bachelor-Thesis die Thematik „Beitrag zur Beurteilung der Veränderung von Festigkeiten von Nadelholz nach thermischer Beanspruchung – Untersuchungen an brandgeschädigten Balken der Weimarer Viehauktionshalle“. Es wurden eine Konzeption zur Probendurchführung und Bewertung entwickelt, sowie entsprechende Untersuchungen an Holzproben der brandgeschädigten Weimarer Viehauktionshalle durchgeführt und ausgewertet. Die real ermittelten Werte der Biegefestigkeit und der Biege- E-Module der durch den Brand geschädigten Balken sind signifikant größer als die vorherig durchgeführten Berechnungen.

Die Mitglieder der Jury, Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Ludwig, Professur Werkstoffe des Bauens und Leiter der F.A. Finger-Instituts für Baustoffkunde, Dipl.-Ing. Heiko Theuerkauf, Leiter des Kompetenzzentrums von dornburger zement sowie Dipl.-Ing. Alexander Gypser würdigten die strukturierten Darstellungen der anspruchsvollen und praxisnahen Fachthematiken.

Mit dem Förderpreis prämiert dornburger zement seit 1999 hervorragende Abschlussarbeiten von jungen Naturwissenschaftlern auf dem Gebiet der Baustoffforschung, deren Ergebnisse dazu beitragen, die spezifischen Eigenschaften, die Qualität und Ökologie von Baustoffen zu verbessern. Das Unternehmen honoriert die außergewöhnlichen Leistungen der Absolventen, um den Wert der studentischen Forschung für die Wirtschaft hervorzuheben.

Seit mehr als achtzehn Jahren arbeitet dornburger zement eng mit der Baustoffforschung und -lehre der Bauhaus-Universität Weimar zusammen. Dazu gehört der Förderpreis dornburger zement ebenso wie die Unterstützung des jährlichen Sommerfestes.