Das Zementwerk Dorndorf, das Fundament der Zementsparte der thomas gruppe, wird 125 Jahre alt.

Dornburg, Dezember 2022. Das Zementwerk Dorndorf wird 125 Jahre alt. Trotz oder gerade wegen der eindrucksvollen Vergangenheit bildet das Werk einen fundamentalen Baustein der Zementsparte der thomas gruppe und ermöglicht gemeinsam mit dem kürzlich erworbenen Werk in Karsdorf besondere Möglichkeiten, vor allem im Bereich Nachhaltigkeit. Der Umsatz der Zementsparte der thomas gruppe wächst mit der Übernahme auf 250 Millionen Euro.

Das Zementwerk Dorndorf – das erste Zementwerk in der thomas gruppe
Mit mehr als 54 Millionen Tonnen Gesteinsvorkommen gehört das Werk Dorndorf zu den wenigen mittelständischen Zementwerken in Deutschland und produziert mit ca. 80 Mitarbeitern hochwertigen Zement, mit dem primär die Märkte Thüringen, Sachsen und Nordbayern beliefert werden. Seit 1991 gehört das Werk zur thomas gruppe, für die es das erste Zementwerk war. „Wo kriegen Sie denn den Klinker her?“, wurde Eckhardt Thomas von seinem Banker gefragt, aber da war es schon um ihn geschehen: „Bereits nach 10 Minuten bei meinem Erstbesuch im Juli 1991 war mir klar: Das kriegst du! Die Lage, die Anlagen, der imposante Steinbruch; es passte alles zusammen, weshalb ich nicht lange zögerte.“

Eine eindrucksvolle Vergangenheit mit Höhen und Tiefen
Die Geschichte Dorndorfs ist bewegend: 1897 entschloss sich der Berliner Dr. Max Frenzel, in Steudnitz ein Kalkwerk zu errichten, und plante nach mehrfachen Erweiterungen und guten Absätzen 1908 den Bau einer Zementfabrik. Aufgrund ungeregelter Erbangelegenheiten übernahmen irgendwann Richard Ollendorf und Herbert Levin das Werk. Da sie jüdischer Abstammung waren, mussten sie in der Zeit des Nationalsozialismus Deutschland verlassen, woraufhin das Werk stillgelegt und teilweise demontiert wurde. Erst nach dem Krieg, 1948, wurde der Betrieb erneut aufgenommen. Im Zuge der Kombinatsbildung wurde die Zementproduktion im Jahr 1954 eingestellt und das Werk in ein Düngemittelwerk umgewandelt, bis im Jahr 1990 das Aus für das Werk folgte. Das übrig gebliebene Personal begann mit der Aufarbeitung von Handelsbeständen im Steinbruch. 1991 kam Eckhardt Thomas in das Werk und konnte es nur wenige Wochen später erwerben.

Das Werk Dorndorf unter thomas – der Beginn von etwas Besonderem
Unter thomas wuchs das Werk stetig. 1993 trat Heiko Theuerkauf in das Unternehmen ein und übernahm 2002 die Leitung des Werkes Dorndorf, die er bis heute mit großer Leidenschaft wahrnimmt. Mit umfangreichen Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro wurde das Werk auf einen umwelt- und marktgerechten Stand gebracht. Dabei wurden an dem Standort neben der Zementproduktion auch ein Steinbruchbetrieb sowie ein Transportbeton-, ein Asphalt- und ein Trockenmörtelwerk am Markt etabliert. Gegen den erbitterten Widerstand der konzerngebundenen Zementanbieter konnten vor allem mittelständische Kunden gewonnen werden, um die Stabilisierung und Entwicklung des Unternehmens zu sichern. Das Werk Dorndorf zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar aus und organisiert jährlich die dornburger baustoffthemen (heute thomas baustoffthemen), bei denen Kunden und Partner Impulse für die Entwicklung und Anwendung unterschiedlicher Zemente sowie für Aspekte einer erfolgreichen Unternehmensführung erhalten.

Die Zementsparte als ein Wachstumstreiber der thomas gruppe
Seit jeher verfolgt die thomas gruppe einen stetigen und langfristig orientierten Wachstumskurs im Bereich Zement. Mit dem Kauf des Werkes Erwitte im Jahr 2017 hat sich die Wettbewerbsposition signifikant verbessert und gemeinsam mit dem Werk in Dorndorf hat die Gruppe einen deutlich größeren Marktanteil sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden erzielt. Mit dem kürzlich erworbenen Werk Karsdorf erreicht die Zementsparte der thomas gruppe nun eine hinreichende Größe, um langfristig gemeinsam mit dem Klinkerbedarf Dorndorf eine Technologie einzuführen, die das im Produktionsprozess von Zement entstehende CO2 in ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller Größe abscheiden wird. „Wir sind davon überzeugt, dass Zement zu einem ‚sauberen‘ Baustoff werden wird, und glauben an seine Zukunft.“

Weitere Infos auf der Homepage: www.thomas-gruppe.de oder auf Instagram: thomas_gruppe

Das Zementwerk Dorndorf 1925 | Quelle: thomas gruppe

Die Belegschaft des Werkes Dorndorf im Jahr 1937 | Quelle: thomas gruppe

Der Steinbruch in Dorndorf | Quelle: thomas gruppe

Das Zementwerk Dorndorf | Quelle: thomas gruppe

Die thomas gruppe hat diese Woche mit CRH/OPTERRA Deutschland einen Kaufvertrag unterschrieben, gemäß dem die thomas gruppe die OPTERRA Zement GmbH und die OPTERRA Beton GmbH kauft. Dies schließt das Werk Karsdorf, das stillgelegte Werk Sötenich, sowie das Transportbetonwerk Neufahrn ein. Der Kauf wird effektiv zu Ende 2022 vollzogen sein.

Seit Jahren verfolgen wir einen stetigen und langfristig orientierten Wachstumskurs im Bereich Zement, Betonbauteile und Transportbeton.

Im Bereich Zement hat sich mit dem Kauf des Werkes Erwitte im Jahr 2017 unsere Wettbewerbsposition signifikant verbessert. Gemeinsam mit dem Werk in Dorndorf haben wir eine deutlich größere Flächendeckung in Deutschland und auch in den Niederlanden erreicht und profitieren von Synergieeffekten.

Diesen Wachstumskurs möchten wir fortsetzen. Eine solche Gelegenheit wie das Zementwerk in Karsdorf zu übernehmen, bekommt man nicht oft im Leben. Karsdorf mit seinen gigantischen Gesteinsvorkommen, seiner Marktposition von deutlich über 1 Mio. Tonnen Zement und seiner erfahrenen Mannschaft ermöglicht uns eine bessere Belieferung unserer Kunden und das Heben von Verbesserungspotentialen. Außerdem hat Karsdorf eine hinreichende Größe, um langfristig mit dem Klinkerbedarf Dorndorf eine Technologie einzuführen, die das im Produktionsprozess von Zement entstehende CO2 in ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller Größe abscheiden wird. Wir sind davon überzeugt, dass Zement zu einem sauberen Baustoff werden wird und glauben an seine Zukunft.

Wir freuen uns auf die Herausforderungen und Chancen die vor uns liegen.

OPTERRA Werk Karsdorf

Quelle: OPTERRA